Erfolg beim Daytraden mit Pivot-Punkten

In zahllosen Trading-Büchern,in Artikeln und im Internet werden die Pivot-Punkte als das Geheimnis der Floor-Trader gehandelt.Dies ist auch richtig,in der Tat benutzt die Mehrzahl der Floor-Trader in Chicago sonst kein anderes Hilfsmittel.Umso enttäuschter ist der Anfänger dann,wenn er feststellt,daß die Pivot-Punkte kaum besser als 50%tige Chancen bieten.Man kann also auch eine Münze werfen.
Die Ursachen liegt im folgenden:
Die Anwendung setzt eine Börse mit aktiven Börsenteilnehmern voraus,sie funktioniert also nicht bei elektronischen Börsen.
Sie setzt die persönliche Anwesenheit voraus oder doch einen direkten Draht zu jemandem,der persönlich anwesend ist.
Die Pivot-Punkte werden nämlich so eingesetzt,daß der Floor-Trader wartet,bis die Kurse sie erreichen und an diesem Punkt dann die Börsenstimmung im Saal betrachtet,sowie den Orderfluß,vor allem den von Seiten der Institutionellen.Nehmen wir an,die Kurse seien bis hierhin gestiegen,und erlöscht jetzt der Orderfluß und gleichzeitig kommt Unruhe im Saal auf,was für eine Trendwende spricht,dann geht er gegen den Trend und macht einen kurzen Scalp-Trade.
Dem Trader,der zuhause vor seinem Monitor sitzt und keine Informationen über den Orderfluß hat, nutzen also die Pivot-Punkte wenig.Es gibt jedoch zwei interessante Weiterentwicklungen,die auch hier gut einsetzbar sind.Dies sind die Zonen von Jackson und die Action-Zonen von Eric Been,dem genialen Programmierer von Wave59.
Von den einfachen Pivot-Punkten gibt es zahllose Varianten von denen einige hier erwähnt werden.Am interessantesten erscheint der BCI,da er eine neue Idee beinhaltet,recht gute Ergebnisse liefert und darüberhinaus einer der seltenen Indikatoren für die Opening-Phase ist.
Interessant ist das Arbeiten mit der Pivot-Range,zumal mit ihrer Hilfe es möglich zu sein scheint,in vorhinein zu entscheiden,ob der morgige Tag eine größere Trendbewegung bringen wird oder nicht.
Eine weitere interessante Idee sind die Pivot-GDs,sie sind sehr günstig für das längerfristige Traden und funktionieren in mancher Beziehung besser als die üblichen Gleitenden Durchschnitte.
Der Bruch eines Pivot-Punktes wird immer wichtiger,je weiter der Tag fortschreitet.Ein Bruch am Nachmittag etwa wird fast immer einen Trend zur Folge haben,während dies am Vormittag nicht notwendigerweise der Fall sein muß.
Pivot-Punkte und Widerstands-und Unterstützungslinien
Grundsätzlich ist es so,daß Wenden bei den Pivot-Punkten normalerweise auftreten,wenn sich der Markt in einer Seitwärtsbewegung befindet,also keinen Trend aufweist.Darüberhinaus steigt die Wahrscheinlichkeit einer Wende sehr stark,wenn die Pivot-Punkte übereinstimmen mit anderen wichtigen Widerstands-und Unterstützungslinien,also z.B. alten Hochs oder Tiefs,Fibonacci-Preiszielen oder -Retracements,Murreylinien,Planetenlinien,Gann-Angles,usw.
Es ist zu beachten,daß Widerstands-und Unterstützungslinien,die auf Pivot-Punkten beruhen,besonders dann wichtig sind,wenn die Kurse hier zum ersten Mal sie erreichen,d.h. die Geltungsdauer der Pivot-Punkte ist nicht allzu lang.

Key of the Day
Man geht wieder vom mittleren Preis aus(Eröffnung+Hoch+Tief):3 und wendet Kaufsignale nur an,wenn der aktuelle Preis über diesem Key of the Day liegt.Short-Signale der Indikatoren werden nur angewendet,wenn er darunter ist.
Während die Pivot-Punkte normalerweise vom Vortag berechnet werden und für den heutigen Tag Gültigkeit besitzen,kann man beim Key-of-the-Day im Tagesverlauf auch zu den heutigen Werten übergehen.Es handelt sich also lediglich um einen im Verlauf des Tages aktualisierten Pivot-Punkt.

Die Berechnung der Pivot-Punkte
Die ursprüngliche Formel lautet: (Hoch+Tief+Schluß):3=X
Das Unterstützungsniveau ist dann 2X-Hoch
Das Widerstandsniveau ist dann 2X-Tief
Wäre also das Hoch bei 850,das Tief bei 838,25; der Schlußkurs bei 847,dann läge das Kaufniveau bei 814,16(2*845,08-850),
das Verkaufsniveau bei 851,91(2*845,08-838,25).
Die Zahl 845,08 ist X,sie ergibt sich aus der Addition von Hoch-,Tief-und Schlußkurs geteilt durch drei.
Widerstand 1 = 2*Pivot – Tiefstkurs
Unterstützung 1 = 2*Pivot – Höchstkurs
Widerstand 2 = Pivot + Höchstkurs – Tiefskurs
Unterstützung 2 = Pivot + Tiefstkurs – Höchstkurs
Widerstand 3 = (2* Pivot – Low) – (Low – High)
Unterstützung 3 = (2*Pivot – High) – (High – Low)
Dem Pivot-Punkt X kommt insofern eine Bedeutung zu,als er den Gleichgewichtspreis darstellt.Befindet sich der Markt oberhalb des Pivot-Punktes sollte man Long-Positionen bevorzugen,befindet sich der Markt unterhalb,Short-Positionen,man kann ihn also als Filter nehmen.
Bei Devisen kann man Pivot-Punkte berechnen,indem man die 24 Stunden des Tages nach den jeweiligen Handelsschwerpunkten auf den drei Kontinenten Asien,Europa,Amerika in jeweils acht Stunden teilt und die Pivot-Punkte dafür erreichnet.
Eine andere Formel für die Pivot-Punkte
Die oben gegebene Formel ist die übliche.Einige verwenden auch die folgende,die von Hoover angegeben wird:
P = (H + L + C) : 3
R = (H – L)
1. Unterstützung = (2P) – H 1.Widerstand = (2P) – L
2. Unterstützung = P – R 2. Widerstand = P + R
3. Unterstützung = 1.Unterstützung – R 3.Widerstand = 1.Widerstand + R
H = Hoch(High),L = Tief(Low)
Range-Pivot-Punkte
Eine dritte Berechnungsart geht von der durchschnittlichen Range aus,also von der durchschnittlichen Länge der Tages-Bars.Häufig werden z.B. 10 Tage gebraucht,man sollte aber auch mit anderen Größen experimentieren,um zu sehen,was gerade funktioniert.
Oberer Pivot-Punkt: Tief der ersten Stunde+der durchschnittlichen Tages-Range
Unterer Pivot-Punkt: Hoch der ersten Stunde – der durchschnittlichen Tages-Range
Diese Pivot-Punkte werden anders benutzt als die übrigen,denn sie sind so weit entfernt,daß sie relativ selten erreicht werden und wenn,dann wendet der Markt hier meist.In diesen Situationen kann man gegen den Markt gehen,weil andere Indikatoren dafür sprechen,wobei für das Erreichen hier schon gilt,daß eine Annäherung ausreicht.Wie weit diese Annäherung sein muß,muß man je nach Markt und Börsenphase festlegen,denn meist treten die Wenden schon auf einige Punkte vor dem tatsächlichen Erreichen.Sind diese Pivot-Punkte überschritten,sollte man dann allerdings vorsichtig sein.Möglicherweise liegen außergewöhnliche Verhältnisse vor.
Empirische Pivot-Punkte
Konzept von Larry Williams
Larry Williams empfiehlt ein empirisches Verfahren,in dem für jeden Markt getrennt ein bestimmter Prozentsatz ausgerechnet wird.Diese Werte ändern sich natürlich auch im Zeitverlauf beim gleichen Markt.Die folgenden Werte beziehen sich auf die 1990er.
Man multipliziert den Schlußkurs von gestern mit 0,0105.Schließt also die NASDAQ z.B. bei 2950,so würde dies abgerundet 31 bedeuten.Diese Summe wird zum Schlußpreis addiert und subtrahiert.
Auf diese Weise erhält man zwei Pivot-Punkte: 2981 und 2919.Je nach Marktsituation wird man nach Erreichen dieser Werte drehen oder bei einem Durchbruch kaufen oder verkaufen.
Konzept von Mirco Kocur
Das Prinzip stammt vom Mirco Kocur.Man legt die Eröffnungskurse der einzelnen Tage jeweils auf eine Linie. Man stellt dann fest,daß die Kurse sich tatsächlich ähnlich verhalten wie ein Oszillator,d.h. es gibt ganz bestimmte Wendezonen,die sozusagen überkaufte oder überverkaufte Zustände im Tagesverlauf beim Daytraden anzeigen,meist jedoch nicht nur ein Bereich,sondern zwei typische Bereiche.Jedoch sind die jeweils so gefundenen empirischen Wendepunkte nicht stabil,sondern ändern sich mit dem Börsenphasen.Außerdem hängen sie mit der jeweiligen Volatilität des Marktes zusammen,korrelieren also mit den Volatilitäts – indikatoren.Man muß diese Wendepunkte daher ständig überprüfen.Der Hauptwert dieses Ansatzes liegt in der Kontrolle der Eröffnungskurs-Formation.
Pivot-Punkte nach Abbell
Die Berechnung dieser Pivot-Punkte hat nichts mit der der übrigen zu tun,sondern ergibt sich aus der Oszillator-Analyse.Als Pivot-Punkte werden jene Punkte betrachtet,die der Markt im jeweiligen Trend über-oder unterschreiten muß,damit die aktuelle Richtung des Oszillators intakt bleibt.Dies ist eine Art Markt – indikator.Handelsmöglichkeiten ergeben sich vor allem,wenn der jeweilige Pivot-Punkt von einer Seite des Kurses auf die andere wechselt,weil sich dann meist die Kursspanne des Marktes erhöht.Die Pivot-Punkte hängen hier allerdings von den Oszillatoren ab und damit von dem gewählten Zeitraum aus dem die Oszillatoren berechnet werden.Sie haben daher mit den ansonsten hier dargestellten Pivot-Punkten wenig gemein.Allerdings können sie bei richtiger Einstellung des Zeitrahmens gut wichtige Widerstands-und Unterstützungszonen identifizieren.
Die Handelsspannen-Projektion von Tom deMark
Man nimmt an,daß die morgige Handelsspanne in Abhängigkeit steht vom Verhältnis des heutigen Eröffnung und Schluß.Man kann also drei Varianten unterscheiden,je nachdem,wie das heutige Eröffnung und Schluß zueinander stehen.Danach lassen sich drei unterschiedliche X ermitteln.In allen drei Fällen lautet die Prognose für den morgigen Höchstkurs: X – Tiefstkurs heute und die Prognose für den morigen Tiefstkurs X – Höchstkurs heute.
Im Falle,daß das Eröffnung heute größer war als das Schluß,addiert man Höchstkurs + Schlußkurs + 2* Tiefstkurs, das wird durch zwei geteilt und ergibt X. – War das Eröffnung kleiner als der Schluß,dann wird zweimal der Höchstkurs + Tiefstkurs + Schlußkurs addiert und wieder alles durch 2 geteilt= X. – Im dritten Fall,wenn Eröffnung = Schluß war,dann wird zweimal der Schlußkurs addiert + Höchstkurs + Tiefstkurs,wieder geteilt
durch 2.
Solange das morgige Eröffnung innerhalb der so prognostizierten High/Low – Range liegt,funktionieren sie als Widerstands – und Unterstützungszonen für das zyklische Traden.
Eröffnen die Kurse aber außerhalb der prognostizieren Range,so deutet sich ein Wechsel des Marktsentiments an: sehr wahrscheinlich werden die Kurse letztlich in Richtung des Ausbruchs weitergehen. Die prognostizierten Levels spielen dann keine Rolle mehr.Dies ereignet sich einerseits in starken Trendphasen, aber auch,wenn die Berechnungsbasis verzerrt wurde,weil heute eine sehr niedrige oder sehr hohe Range vorhanden war.

High/Low-Linien
Die High/Low-Linien sind ursprünglich ein geometrisches Verfahren,das auf W.D.Gann zurückgeht.Man verbindet hier jeweils Hoch und Hoch und Tief und Tief zweier aufeinanderfolgender Bars,also z.B. das Hoch von gestern mit dem von heute,usw. und zieht dann Parallelen dazu,diese werden dann noch einmal gespiegelt.Im folgenden wird ein Annäherungsverfahren gebracht analog von Pivot-Punkten,das für die meisten Zwecke ausreicht,denn man muß dies ohnehin als Zonen auffassen und nicht als exakt festliegende Punkte.
Hoch-und Tieflinien
Hochlinie = (Hoch heute – Hoch gestern) + Hoch heute
Tieflinie = (Tief heute – Tief gestern) + Tief heute
Hoch-Tieflinie
Verbinden geometrisch Hoch mit Tief und Tief mit Hoch
Hoch-Tieflinie = (Hoch heute – Tief gestern) + Hoch heute
Tief-Hochlinie = (Tief gestern – Hoch gestern) + Tief heute
Die Parallen zu den Hochlinien und den Tieflinien
(geometrisch gesehen werden Parallelen gezogen von den Linien,die die Hochs verbinden durch die Tiefs und umgekehrt)
Parallele Hochlinie = (Hoch heute – Hoch gestern) + Tief heute
Parallele Tieflinie = (Tief heute – Tief gestern) + Hoch heute
Gespiegelte Parallelen
(Hier werden die obigen Parallelen genommen und von denselben Ausgangspunkten gezogen,aber gespiegelt)
Spiegel-Hoch-Parallele = (Hoch heute – Hoch gestern) – Tief heute
Spiegel-Tief-Parallele = (Tief heute – Tief gestern) – Hoch heute
Diese Linien wirken kurzfristig als Widerstands-und Unterstützungslinien,analog den Pivot-Punkten.Man sollte sei in allen Zeitrahmen nutzen,also auch bei Wochen-und Stundencharts,usw.Sie können aber nicht für sich allein stehen,interessant sind vor allem Überschneidungen von anderen Widerstands-und Unterstützungslinien bzw. Gann-oder Murrey-Linien oder Fibonacci-Niveaus,usw.

Jackson-Zonen
Berechnung
Der Durchschnittspreis ergibt sich durch das Hoch,Tief und den Schlußkurs von gestern addiert und geteilt durch 3.Es werden hieraus dann vier weitere Pivot-Punkte berechnet.
H2 = Durchschnittspreis + H1 – T1
H1 =(2*Durchschnittspreis) – Tief von gestern
Durchschnittspreis
T1 = (2*Durchschnittspreis – Hoch von gestern
T2 = Durchschnittspreis + T1 – H1
Die Abstände zwischen diesen fünf Pivot-Punkten bilden vier Zonen und zwar die Zonen von unten gerechnet 2 bis 5.Die Zone 1 hat keine untere Grenze,sie umfasst alle Werte,die tiefer sind als T2.Ebenso hat die höchste Zone 6 keine obere Grenze, sie umfasst alle Preise,die höher sind als H2.
Auswertung
Die Grundidee besteht jetzt nicht darin,anstatt der Pivot-Punkte jetzt Zonen zu nehmen als Widerstand und Unterstützung,sondern mit der Hilfe der Zonen will man versuchen,empirische Wahrscheinlichkeiten herauszufinden.Dies kann man am besten mit einem darauf spezialisierten Programm und immer mehr Programme ermöglichen dies,z.B.der Fibonacci-Trader.
Grundlage ist der Vergleich zwischen der Zone in der der Markt gestern schlo0 und derjenigen,in der er heute eröffnet.
Auf diese Weise erhält man 36 verschiedene Kombinationen.
Man sollte die einzelnen Möglichkeiten statistisch auswerten,einmal in einem langen Zeitraum,z.B. zehn Jahre,dann in einem kürzeren Zeitraum,dieser muß aber noch lang genug sein,damit sich genügend Fälle bilden,um statistisch aussagefähig zu sein. Letzerer dient,um zu prüfen,ob sich wesentliche Veränderungen ergeben.Man prüft dann,ob es statistisch gesehen signifikante Zusammenhänge gibt.
Beispiel
Nehmen wir an,daß der Markt gestern in Zone 5 geschlossen hat und in Zone eröffnete,also mit einem Gap nach unten.Die Statistik zeigt jetzt,daß er in rund 90% der Fälle dann die Zone 3 erreichte,also sich in die Lücke bewegte und in 70% der Fälle auch in die Zone 4,die Lücke also annähernd geschlossen wurde.Weiter wäre dann zu prüfen,was passiert,wenn der Markt in die Zone 1 abfällt.Wie oft dient sie als Widerstand,so daß er wieder in Zone 2 steigt,usw.
Schließlich wäre zu prüfen,wie oft die obere Zonen als Widerstand dienen,d.h.wie oft sie erreicht werden und danach der Kurs wendet und dort schließt,also nicht mehr weitergeht.Zum Schluß wäre dann noch die Wahrscheinlichkeit zu prüfen mit der der Kurs innerhalb einer Zone schließt,wenn er sie erreicht.Wichtig sind dann in allen Fällen immer die Abweichungen von den normalen Fällen.Nehmen wir an,wir stellen fest,daß die Zone 6 bei dieser Kombination zwar selten erreicht wird,aber wenn sie das tut,der Trend immer weitergeht,d.h.der Kurs nie darunter schloß,dann wäre dies z.B. ein interessantes Ergebnis.
Traden mit Jackson-Zonen
Befindet sich der Markt in einem Aufwärtstrend,sucht man gezielt nach den hochwahrscheinlichen Unterstützungszonen,die den Markt oben halten werden.
Man sucht weiterhin nach Widerstandszonen,die mit hoher Wahrscheinlichkeit durchbrochen werden.
Die beiden obigen Konzepte werden umgedreht im Abwärtstrend angewandt. Man sucht nach hochwahrscheinlichen Widerstandszonen und nach Unterstützungszonen mit niedrigen Wahrscheinlichkeiten.
Das Ganze kann man dann um Indikatoren ergänzen,z.B.Oszillatoren oder die modernen Indikatoren,um wahrscheinliche Trendwenden in den Zonen noch zusätzlich zu verifizieren.
Für sich allein genommen benötigt man eine Wahrscheinlichkeit von mindestens 75% für eine Wende oder ein Weitergehen,was relativ selten erreicht werden wird.Man kann aber mit wesentlich niedrigeren Wahrscheinlichkeiten arbeiten,wenn man gute Indikatoren verwendet,da sich die Wahrscheinlichkeiten addieren,denn der Vorteil der Jackson-Methoden liegt darin,daß sie unabhängige Informationen liefern gegenüber den meisten Indikatoren.
Man kann auch zusätzliche Indikatoren auf kürzerfristige Charts anwenden und dort nach Umkehrformationen suchen..Auf diese Weise kann man auch die Chartformationen einsetzen als zusätzliche Informationen.
Die Bedeutung der Jackson-Zonen
Diese ist außerordentlich hoch einzuschätzen,da sie Informationen liefern,die von einem Großteil der Trader noch nicht angewandt werden.Außerdem sind sie unabhängig zu den meisten anderen Indikatoren und erlauben in Kombination mit ihnen sehr sichere Trades.In Märkten,wo es keine Eröffnung oder Closes gibt,wie den Devisenmärkten,kann man sich behelfen,vgl. HIER.

BCI
Die Formel des Balanced Centerline Indicators lautet:
Wurzel(Hoch*Tief)
So einfach diese Formel ist,so kompliziert ist die dahinterstehende Theorie.Studiert man das Verhältnis zwischen dem heutigen Tag und dem morgigen,so erhält man eine auf den ersten Blick rein zufällig aussehende Kurve,die aber eine hervorstechende Eigenschaft hat,sie wechselt nahezu ständig,beinahe täglich,die Richtung.Nun ist aber jede Bewegung oberhalb des Schlußkurses von gestern Kaufdruck und jede Bewegung unterhalb Verkaufsdruck und je weiter man sich vom gestrigen Schluß in eine Richtung entfernt,desto stärker wird der Kauf-bzw. Verkaufsdruck.Mißt man jetzt den prozentualen Anteil der Tage an dem der Indikator in Gegenrichtung ging zum Vortag,so erhält man ziemlich konstante Prozentsätze zwischen 60 und 65%,sowohl bei Einzelaktien als auch bei verschiedenen Future-Märkten.Diese gegenläufige Tendenz versucht der Indikator auszunutzen.Er hat im Grunde nur zwei Regeln bei der Anwendung:
Wenn das heutige Eröffnung oberhalb des BCI von gestern stattfindet,sollte man in der Anfangsphase den Markt shorten.
Wenn das heutige Eröffnung unterhalb des BCI von gestern stattfindet,kauft man den Markt.
Wie gesagt,liegen die Trefferquoten zwischen 60%,z.B. bei IBM und 66% bei Sojabohnen.Der S&P liegt bei 64%Allerdings wurden bei der Auswertung keine Stop Losses berücksichtigt,was heißt,daß dies kein System ist,das man so traden kann, vielmehr läßt sich der BCI sinnvoll nur als Filter einsetzen,denn auch an den Tagen, wo man richtig liegt,immerhin an zwei von drei Tagen,bewegt sich der Markt oft kurzfristig nach dem Eröffnung noch kurzfristig in die andere Richtung,d.h.man nimmt die Signale,die uns die normalen technischen Indikatoren geben mit denen wir arbeiten, in der Opening-Phase nur dann und erst dann wahr,wenn sie in Richtung des BCI laufen.In diesem Fall ist die Trefferquote noch wesentlich höher als 65%,in Abhängigkeit der verwendeten Trading-Hilfsmittel.Man muß dann allerdings in Kauf nehmen,daß man nicht täglich traden kann in der Eröffnungsphase.
Der Wert des Indikators liegt einmal darin,daß er einer der wenigen Indikatoren für das Eröffnung ist,dann in seiner hohen Trefferquote und nicht zuletzt darin,daß er noch kaum bekannt ist.

Pivot-Range
Grundsätzlich ist es sinnvoller,statt mit Punkten zu arbeiten,mit einer Range, also einer Pivot-Spanne zu arbeiten.Hierfür gibt es verschiedene Verfahren,die Spanne festzusetzen.
Man kann einfach empirisch vorgehen und sehen,welche Spannen sich in der Vergangenheit bewähren.Man kann auch so vorgehen,daß man sucht,ob in der Nähe der Pivot-Punkte Fibonacci-Retracements-oder -Projektionen liegen oder andere Fibonacci-Punkte.Ebenfalls bewährt hat es sich,die Differenz zu nehmen zu einer Murrey-Linie,wobei man allerdings die jeweilige Natur der Murrey-Linie berücksichtigen muß.
Ein anderes Verfahren geht von der Mitte des Bars von gestern aus.Wir nehmen den Mittelpunkt des gestrigen Bars,also (Hoch+Tief):2 und nehmen dann die Differenz zwischen dem Pivot-Punkt und dem Mittelpunkt.Diesen Betrag tragen wir dann zu beiden Seiten des Pivot-Punktes ab,der Mittelpunkt ist dann also entweder die obere Linie der Pivot-Range oder die untere,je nachdem,ob der Pivot-Punkt oberhalb oder unterhalb des Mittelpunkts lag. Nehmen wir an,der Pivot-Punkt einer Aktie läge bei 30,59$ und der Mittelpunkt bei 30,50$.Die Pivot-Spanne wäre dann zwischen 30,50$ und 30,68$,weil die 9 Cents zu beiden Seiten des Pivot-Punktes abgetragen werden.
Wir benutzen die Pivot-Range analog den Pivot-Punkten,wenn der Schlußkurs von gestern unterhalb der Range lag,bevorzugen wir Short-Geschäfte,lag er oberhalb Long-Geschäfte.Damit das heutige Kursverhalten diese bullishe oder bearishe Einstellung validiert,ist es nötig,daß die Kurse an der Pivot-Range Unterstützung oder Widerstand finden und sie nicht in die andere Richtung überschreiten.Tun sie das,so wechselt unsere Einstellung auf die andere Seite. Besonders erwarten wir bei einem solchen Wechsel,daß die folgende Bewegung ziemlich stark ausfallen wird.
Wir müssen natürlich den Kursen ein wenig Zeit zum Atmen lassen.Häufig gehen die Kurse in die Pivot-Range hinein ohne sie zu durchstoßen oder durchstoßen wir nur für kurze Zeit und fallen dann wieder zurück.Wir müssen also mit Zeitstops arbeiten.
Wichtig sind die Beziehungen zwischen der Pivot-Range und der Eröffnungsrange.Sie sind ausführlich behandelt in einem Artikel,siehe HIER.
Die Pivot-Range bildet eine Widerstand auch für spätere Tage,besonders,wenn der Tag ein Lückentag war oder überhaupt eine große Trading-Range bestand. In diesem Fall bietet die Pivot-Range noch einige Tage Widerstand bzw. Unterstützung.
Hält sich der Markt zu lange in der Pivot-Range auf,sollte man sie für diesen Tag nicht mehr benutzen.Als zu lang kann man es ansehen,wenn der Preis hier mehr als die dreifache Zeit verbleibt,die er in der Eröffnungsrange gemacht hat.Die Zeit der Eröffnungsrange ist für jeden Markt unterschiedlich, gemeint ist jene Zeit,die sich beim Festlegen der Eröffnungsrange empirisch für das Traden bewährt.
Die Pivot-Range als Trendprognose für den Tag
Sofern der gestrige Tag eine normal große Range hatte,also keine besonders kleine und keine besonders große,ist es interessant,sich die Größe der Pivot-Range anzusehen.
In einem solchen Fall deutet nämlich eine sehr enge Pivot-Range für den morgigen Tag an,daß dieser Tag eine sehr große Range haben wird.
Dagegen spricht eine ungewöhnlich breite Pivot-Range eher dafür,daß die nächste Tages-Range kleiner sein wird.
Die rollende Pivot-Range
Man kann sowohl die Pivot-Punkte als auch die Pivot-Range auch in größeren Zeitrahmen benutzen,z.B. für drei Tage berechnen.Natürlich sind auch noch größere Zahlen möglich,eventuell sogar Wochen.Inwieweit man dieses Verfahren auch verkleinern kann,etwa für Stundencharts,wurde noch nicht ausprobiert,wäre aber interessant.
Man benutzt das höchste Hoch und das tiefste Tief der gewählten Periode,z.B. drei Tage,und für den Schlußkurs nimmt man den Schlußkurs des dritten Tages und berechnet dann wie gehabt einen Pivot-Punkt oder eine Range.Am nächsten Tag werden die Werte für den letzten Tag gestrichen und die Werte für den neuen Tag eingesetzt,usw.
Die so erhaltenen Werte können als Referenz-Punkte dienen für das etwas längerfristige Traden,vor allem sind sie aber auch nützlich als Trailing-
Stops.
Treten größere Trendwechsel auf,dann geht der Markt sehr frühzeitig auf die andere Seite der rollenden Pivot-Range.Diese ist also auch ein guter Trendindikator und ein Signal,wann es Zeit ist,Gewinne mitzunehmen.Für das längerfristige Traden benutzt man dann eher eine Pivot-Range von sechs Tagen.Die Benutzung der Pivot-Range als Ausstiegssignal ist sehr hilfreich, wenn die Trader dazu neigen,zu früh Gewinne mitzunehmen und sich von jeder Nachricht beeindrucken zu lassen.
Pivot-Zyklus
Mark Fisher will einen neuen Zyklus entdeckt haben,der auf den Pivot-Punkten beruht und zwar werden die Tage eingeteilt in + und – Tage,je nachdem,ob sie über-oder unterhalb der Pivot-Punkte eröffnen.Diese Idee wird HIER besprochen.

Erste-Stunde-Pivot-Indikator
Mit diesem Indikator wird versucht,frühzeitig festzustellen,ob es sich um einen Trend-Tag handeln wird oder nicht.Auf einen Trend-Tag,also auf einen großen Bar,der Widerstände durchbrechen wird im Intradaybereich,deutet es hin,wenn die folgenden drei Kriterien erfüllt werden.
Entweder das Hoch oder das Tief der Eröffnungs-Range,hier das der ersten Stunde,muß in die Pivot-Range fallen.
Bis zum Ende der ersten Stunde muß der Markt ein sogenanntes A-Signal gemacht haben,gleichgültig,ob es ein +A oder ein -A ist.Das A-Signal gehört zum ACD-System und ist in einem Artikel HIER beschrieben worden.Es handelt sich grundsätzlich um einen Ausbruch aus der Eröffnungs-Range,die um eine bestimmte Größe erweitert wurde.
Am Ende der ersten Stunde muß sich der Markt innerhalb der oberen oder unteren 15% befinden des bis dahin gemachten Stunden-Bars.
Werden diese Kriterien erfüllt,deutet sich ein Trendtag an.Man sollte,wenn dieses Signal erscheint,auch prüfen,ob gleichzeitig eine enge Pivot-Range vorliegt.Dies spricht nicht unbedingt für einen Trendtag,hier können auch Wenden vorkommen, aber es spricht in jedem Fall für einen großen Bar,also für heftige Bewegungen.Liegt beides vor,ist das Signal verstärkt.

Volatilitäts-Stops
Dies ist eine Variante der Pivot-Punkte,Volatilität meint hier,daß man mit der durchschnittlichen Handelsspanne der letzten n-Tage arbeitet,also die Schwankungs- breite,die Volatilität berücksichtigt.Trotz des Namens ist dieses Verfahren nicht nur gedacht,um Stop Losses zu setzen,man kann es ebenso auch für den Eintritt benutzen,da hier sehr häufig Marktwenden geschehen.
Man berechnet zunächst die durchschnittliche Handelsspanne der letzten Tage bzw. der letzten Bars.Die Formel lautet:
(Handelsspanne*(N-1))+(Hoch-Tief):N,wobei N die Zahl der Tage ist oder Bars.
Für die obere Linie berechnet man den tiefsten Schlußpreis der letzten n-Tage und dividiert dazu das Ergebnis der durchschnittlichen Handelsspanne nach der obigen Formel,das man zuvor mit einer Konstanten multipliziert hat.Die übliche Konstante kann zwischen 2,5 und 4,0 schwanken.Man variiert sie je nach Marktsituation und Zeitrahmen.
Für die untere Linie benutzt man den höchsten Schlußpreis der n-Tage und zieht davon das Gleiche wie oben ab,also die durchschnittliche Handelsspanne mal der Konstanten.
Im Ergebnis sollte man zwei Linien erhalten,die untere für Markteintritte,für Long-Geschäfte,die obere für Short-Geschäfte,gleichzeitig können hier Gewinnmitnahmen stattfinden.Dieses Verfahren ist für das Daytraden gut geeignet auch auf 5-Minuten-Charts.Man nimmt hier z.B. die Handelsspanne der letzten sieben Bars.