Forex Lexikon

Hier werden wir wichtige Begriffe auflisten, die das Thema Forex betreffen. Gerne nehmen wir auch Ihne Vorschläge entgegen!

Ask Preis oder Briefkurs
Der Ask ist jener Preis zu dem der Markt ein Währungspaar kauft. Also der Preis zu dem Sie die Basiswährung kaufen. Der Ask Preis oder auch Angebotspreis genannt, steht immer auf der rechten Seite und ist größer als der Bid.

Basiswährung
Die Basiswährung ist die erste Währung in jedem Währungspaar. Sie zeigt wie viel die Basiswährung im Vergleich zur zweiten Währung wert ist. Beispiel: der Wechselkurs USD /CHF beträgt 1,6350, dann ist ein US Dollar gleichviel wert wie 1,6350 Schweizer Franken. Bei Forex ist in den meisten Fällen der US Dollar die Basiswährung eines Kurses, was bedeutet der Kurs gibt an wie viel Sie von einer bestimmten Währung für einen US Dollar bekommen. Ausnahmen sind Britische Pfund, Euro sowie Australische und Neuseeländische Dollar, hier ist der US Dollar die Zählerwährung.

Bären Markt
Bei fallenden Kursen sprechen wir von einem Bären Markt. Ist ein Währungspaar bärisch, so ist die Basiswährung am fallen.

Bid Preis oder Geldkurs
Der Bid ist jener Preis zu dem der Markt ein Währungspaar kauft. Für Sie als Händler bedeutet das, der Bid ist jener Preis zu dem Sie verkaufen. Ein Kurs wird immer durch zwei Zahlen bekanntgegeben, dem Bid und dem Ask. Beispiel GBP / USD = 1,8812 / 1.8815. Der Bid ist immer auf der linken Seite und stets niedriger als der Ask. In diesem Beispiel würden Sie ein Britisches Pfund für 1.8812 US Dollar verkaufen.

Börse
Eine Börse ist ein organisierter Markt für vertretbare Sachen nach bestimmten Regeln. Gehandelt werden kann zum Beispiel mit Wertpapieren (etwa Aktien, Anleihen), Devisen, bestimmten Waren (z. B. Metalle und andere Rohstoffe) oder mit hiervon abgeleiteten Rechten. Die Börse führt Angebot und Nachfrage – vermittelt durch Makler (während definierter Handelszeiten) – marktmäßig zusammen und gleicht sie durch (amtliche) Festsetzung von Preisen (Kurse) aus. Die Feststellung der Kurse oder Preise der gehandelten Objekte richtet sich laufend nach Angebot und Nachfrage. Eine Börse dient der zeitlichen und örtlichen Konzentration des Handels von fungiblen Gütern unter beaufsichtigter Preisbildung. Ziele sind eine gesteigerte Markttransparenz für Wertpapiere, die Steigerung der Effizienz und der Marktliquidität, die Verringerung der Transaktionskosten sowie der Schutz vor Manipulationen. Anders als im so genannten außerbörslichen Handel „over the counter“ (OTC-Handel) wird börslicher Handel börsenaufsichtsrechtlich durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sowie die Handelsüberwachungsstellen der Börsen kontrolliert.

Bullen Markt
Der Bulle steht in der Finanzwelt immer für steigende Kurse. Wir als Forex- Trader betrachten immer ein Währungspaar. Steigt also der Kurs eines Paares, sprechen wir von einem Bullen Markt. Das bullisch bezieht sich dabei immer auf die Basiswährung.

Broker
Die Bezeichnung für einen Wertpapiervermittler an Börsen und OTC (over the counter)- Handelplätzen ist Broker. Broker haben die Aufgabe, im Auftrag von Kunden Effektengeschäfte auszuführen, wofür sie eine Vermittlungsgebühr – Courtage oder auch Brokerage genannt – erhalten. Zudem erstellen Broker für ihre Kunden Analysen und Berichte zu einzelnen Unternehmen, Branchen und Märkten, um auf deren Basis Empfehlungen zu Wertpapieren anzubieten. Im Unterschied zu Tradern arbeiten Broker dabei stets auf fremde Rechnung. Anders als Börsenmakler dürfen Broker jedoch auch Privatkunden bedienen. Die von den Händlern berechneten Gebühren heißen Ticket Fees.

Devisen
Unter Devisen (Plural) versteht man im Allgemeinen jedwede ausländische Zahlungsmittel; hingegen bankwirtschaftlich im allgemeinen Sinn auf fremde Währung lautende, an ausländischen Plätzen (ausländischen Wirtschaftssubjekten) zu zahlende Forderungen (Zahlungsanweisungen, Wechsel und Schecks), im engeren Sinn wiederum nur Forderungen gegenüber ausländischen Banken.

Forex oder Devisenmarkt
Als Devisenmarkt (Foreign Exchange market, FX Market, auch Forex, Währungsmarkt) bezeichnet man den globalen Markt, auf dem Währungen (bzw. auf Währungen lautende kurzfristige Forderungen, so genannte Devisen) gehandelt werden. Angebot und Nachfrage von ausländischen Währungen treffen hier aufeinander. Der Devisenmarkt ist mit einem Tagesumsatz von ca. 5,1 Billionen US-Dollar im Jahr 2016 der größte Finanzmarkt der Welt. Hierbei liegt keine Bindung an einen festen Börsenplatz vor, sondern der Markt entsteht durch ein weltweites Netz an Interbankenbeziehungen. Der Handel der Devisen vollzieht sich meist fernmündlich oder fernschriftlich. Ein Devisengeschäft beinhaltet den gleichzeitigen Kauf und Verkauf von unterschiedlichen Währungen am Interbankenmarkt. Dadurch bilden sich Tauschverhältnisse, so dass der Wert jeder Währung in der jeweils anderen ausgedrückt werden kann. Auf dem Devisenmarkt bildet sich so der nominale Wechselkurs als Preisverhältnis zwischen zwei Währungen.

Hauptwährungen
Die acht am meisten gehandelten Währungen (EUR, USD, JPY, GBP, CHF, CAD, NZD und AUD) werden als Hauptwährungen (Major) bezeichnet. Beschäftigen Sie sich nicht mit anderen (Minor) Währungen, die sind nur für Profis. Gerade am Anfang sollten Sie Ihr Augenmerk auf die fünf liquidesten und interessantesten (EUR, USD, JPY, GBP und CHF) richten.

Leverage (Hebel)
Der Leverage ermöglicht es mit nur wenig Kapital große Summen zu kontrollieren. Angeboten werden Verhältnisse von bis zu 1:400. So ist es möglich mit nur 25 US Dollar 10.000 US Dollar am Markt zu bewegen. Mit einem hohen Leverage steigen Ihre Chancen auf große Gewinne, allerdings erhöht sich auch Ihr Risiko.

Long Position
Von einer Long Position oder „going Long“ sprechen wir dann, wenn wir erwarten dass der Kurs steigt und wir folgedessen kaufen. Dies bezieht sich normalerweise immer auf die Basiswährung. Wenn wir beispielsweise erwarten dass der Euro im Vergleich zum Schweizerfranken steigen wird (EUR/CHF), eröffnen wir eine Long Position für dieses Währungspaar, wir kaufen also Euro (Basiswährung) und verkaufen Schweizerfranken.

Margin
Bei jedem Trade wird vom Broker ein Teil der Investition als Sicherheit zurückgelegt. Sollte sich der Kurs gegen Ihre Erwartungen entwickeln, können Sie sich sicher sein dass Sie niemals mehr als den Ersteinsatz verlieren. Die Höhe dieses Sicherheitsbetrages kann je nach Broker und Risikolevel unterschiedlich sein.

Margin Call
Ihr Broker sorgt dafür dass Sie niemals mehr als Ihren Ersteinsatz verlieren können. Sollte sich der Kurs einmal schlecht entwickeln, werden offene Positionen geschlossen, so dass keine weiteren Verluste entstehen können. Diese automatische Sicherheitsmaßnahme in Verbindung mit einer Benachrichtigung an Sie, wird als „Margin Call“ bezeichnet.

Markt
Der Begriff Markt (von lat.: mercatus Handel, zu merx Ware) bezeichnet im engeren Sinne den Ort, an dem Waren regelmäßig gehandelt oder getauscht werden (Handelsplatz). Im weiteren Sinne bezeichnet der Begriff heute das geregelte Zusammenführen von Angebot und Nachfrage von Waren, Dienstleistungen und Rechten.

Order
Eine Wertpapierorder ist der Auftrag zum Kauf oder Verkauf einer bestimmten Menge von Anteilscheinen an einer Aktiengesellschaft oder einem ähnlichen Finanzinstrument. Früher wurden vorwiegend Aktien (Anteilsscheine an einem Unternehmen) und Renten (festverzinsliche Anleihen, z. B. Staatsanleihen) als Wertpapiere betrachtet. Inzwischen hat sich die Vielfalt der Produkte gewandelt (z. B. durch Optionen und Futures) und man spricht daher eher von Finanzinstrumenten.

Pip
Ein Pip ist die kleinste Einheit des Preises einer Währung. Fast alle Währungspaare werden durch eine fünfstellige Zahl bewertet, wobei in den meisten Fällen das Komma direkt nach der ersten Zahl ist (Beispiel: EUR / USD = 1,2538). Ein Pip ist die kleinstmögliche Veränderung des Kurses, also 0.0001.

Short Position
Wenn wir erwarten dass der Kurs eines Währungspaares sinken wird, eröffnen wir eine Short Position, was bedeutet dass wir verkaufen. Das ganze bezieht sich immer auf die Basiswährung. Frisch veröffentlichte Wirtschaftszahlen lassen uns vermuten, dass z.B. der US- Dollar gegenüber dem Britischen Pfund verlieren wird (USD/GBP). Wir werden also die Basiswährung, in unserem Falle US- Dollar verkaufen, anders gesagt wir gehen Short oder eröffnen eine Short Position.

Spread
Die Differenz zwischen Bid und Ask nennt man Spread. Der Spread ist jener Anteil den Ihr Broker für seine Dienstleistungen bekommt. Beim Online Handel sind dies meistens 2 oder 3 Pips.

Trader
Ein Trader im weitesten Sinne bzw. entsprechend der ursprünglichen Bedeutung des englischen Begriffs ist ein Händler für beliebige Güter. Auf den Finanzmarkt bezogen Ein Trader ist im deutschen Sprachgebrauch der Finanzmärkte ein Marktteilnehmer – insbesondere im Bereich Wertpapierhandel -, der überwiegend kurzfristige Spekulationsgeschäfte tätigt und kurzfristige Schwankungen und Trends des Marktes ausnutzt. Dabei stützt er sich auf Chartanalyse und markttechnische Analyse. Professionelle Trader verwenden ausgefeilte Handelssysteme, minimieren das Risiko ihrer Geschäfte durch Money Management und kontrollieren sich über Trading Journale. Ein Trader kann auf eigene oder fremde Rechnung handeln. Trader sind wichtige Teilnehmer des Finanzmarktes. Durch ihre kurzfristige Anlagetaktik wird die Marktliquidität erhöht, was entscheidend zur Vitalität und Funktionalität des Marktes beiträgt. Das Gegenteil zum Trader ist der langfristig orientierte Investor. Selten gelingt es ein und derselben Person, sich gleichzeitig als erfolgreicher Trader und Investor zu etablieren. Ein bekanntes Multitalent dieser Art ist George Soros.

Volatilität
Der Begriff Volatilität findet häufig in den Wirtschaftswissenschaften Verwendung. In der Finanzmathematik ist sie Maß für das Ausmaß der Schwankung von Finanzmarktparametern wie Aktienkursen und Zinsen. Die Volatilität ist hier definiert als die Standardabweichung der Veränderungen (auch Renditen, Returns) des betrachteten Parameters und dient häufig als Risikomaß.

Währung
Eine Währung ist im weit gefassten Sinne die Verfassung und Ordnung des gesamten Geldwesens eines Staates, welche insbesondere die Festlegung des Münz- und Notensystems innerhalb des Währungsraums betrifft. Der Währungsraum ist dabei der Geltungsbereich einer Währung. Sie ermöglicht den Transfer von Waren und Dienstleistungen. Häufig wird der Begriff Währung synonym für die vom Staat anerkannte Geldart verwendet. Währung ist daher eine Unterform des Geldes. Die meisten Währungen werden an den internationalen Devisenmärkten gehandelt. Der sich dort ergebende Preis wird als Wechselkurs bezeichnet. Nahezu alle gängigen Währungen basieren auf dem Dezimalsystem, das heißt es gibt eine Haupteinheit und eine Untereinheit, wobei die Untereinheit 1/100 des Wertes der Haupteinheit verkörpert.

Wechselkurs
Der Wechselkurs ist der Preis einer Währung ausgedrückt in einer anderen Währung. Der Markt, auf dem sich dieser Preis bildet, ist der globale Devisenmarkt auch als Forex bekannt. Der Wechselkurs ist volkswirtschaftlich sehr bedeutsam, da er die Wettbewerbsfähigkeit eines Währungsraumes maßgeblich beeinflusst. Für international agierende Unternehmen und Anleger entsteht durch die Wechselkursänderungen eine Wechselkursunsicherheit.

Zählerwährung (Kurs, oder Quotenwährung)
Die Zählerwährung ist die zweite Währung eines Währungspaares. Sie wird auch gerne als Pip- Währung bezeichnet, da jeder nicht realisierte Gewinn oder Verlust in dieser Währung ausgedrückt wird.