GD/Konvergenz Indikator

Statt, wie üblich, mit zwei oder drei GDs zu arbeiten und die Crossovers zu benutzen, arbeitet man hier mit einer Vielzahl von GDs verschiedener Länge oder auch EMAs. Man nutzt dabei die Erscheinung aus, daß die Crossovers der verschiedenen GDs zeitnah auftreten, so daß es zu einer Verengung kommt. Dies ist das Grundgesetzt von Kontraktion und Expansion, das sich hierin widerspiegelt und durchgehend in allen Zeitrahmen auftritt. Praktisch ergeben sich keine Fehlsignale, lediglich die Größe der angezeigten Bewegungen kann manchmal zu klein sein, um ein erfolgreiches Trading zu ermöglichen.

Jede Verengung leitet eine neue Trendbewegung ein. Diese Erscheinung von Kontraktion und Expansion ist seit langem bekannt und wurde von Tradern ausgenutzt, auch mit Hilfe der GDs. Guppy empfiehlt mit zwei Gruppen von GDs zu arbeiten, einer kurzen und einer deutlich längeren Gruppe. Mit ihrer Hilfe kann man zusätzlich Fehlsignale, also Signale, die nur zu kleineren Bewegungen führen, herausfiltern. Er bezeichnet dies als MMA-Indikator. Die Regeln sind folgende:

  • Verengen sich in beiden Gruppen die einzelnen GDs zueinander, dann steht eine größere Bewegung oder Trendwende in Richtung der GDs bevor.
  • Verengt sich nur die kürzere Gruppe und drängt sich dabei an die Gruppe der längeren GDs, ohne daß diese sich deutlich verengen, handelt es sich nur um eine Korrektur bzw. Rallye und der Trend wird sich fortsetzen.
  • Man geht, wenn das erste der Fall ist, in Richtung des sich entwickelnden Trends, wobei die langfristigen GDs die Trendrichtung bestätigen müssen und zwar in dem Augenblick, wo die kurzfristigen GDs begonnen haben, die langfristigen zu durchqueren.
  • Große Differenzen zwischen den beiden Gruppen bei gleichzeitiger Auffächerung zwischen den einzelnen GDs (die Abstände erweitern sich deutlich), zeigen günstige Austrittspunkte an. Hier sind allerdings die GDs der kleinen Gruppe wichtiger, vor allem für das kurzfristige Trading.