📚 Money Flow Index

Ausgangspunkt der Berechnung ist die sogenannte Money Ratio. Man teilt den positiven Geldfluß durch den negativen. Dabei wird ein positiver Geldfluß angenommen, wenn der heutige durchschnittliche Preis größer ist als der des Vortages und ein negativer, wenn der durchschnittliche Preis kleiner ist. Der durchschnittliche Preis wird dann mit dem Volumen multipliziert.

Der Index ergibt sich dann aus der Formel:

100 - (100 / V1 + Money Ratio)

Es handelt sich also um eine Verbindung der Idee des RSI mit dem Volumen. Die Grundidee des Money Flow Index besteht darin, daß Akkumulation auftritt, wenn zwei Dinge gegeben sind: Die Aktie schließt konstant oberhalb des Durchschnittskurses und es tritt ein relativ hoher Umsatz auf, denn das Ganze wird ja mit dem Volumen verknüpft. Außerdem berechnet man die sogenannte Money- Flow-Linie, dies ist der kumulierte Money Flow Indikator, ähnlich, wie das on Balance Volumen.

Wird ein neues Hoch bei der Aktie nicht durch ein neues Hoch bei der Money-Flow-Linie bestätigt, bedeutet dies, daß sich die Angebot-Nachfrage-Situation langsam verschlechtert. Dagegen ist es bullish zu bewerten, wenn die Money-Flow-Linie ein neues Hoch vor den Kursen macht, denn in der Regel ziehen die Umsätze die Kurse nach. Im übrigen verwendet Investors Business Daily diesen Indikator als Grundlage ihres Rating-Systems für Accumulation/Distribution. Dort kann man allerdings auch feststellen, daß der Money Flow Index kein Wundermittel ist, er versagt bei V-Tops und -Böden. Seine Signale, die Divergenzen, ergeben sich nur bei Tops, die größere Zeiträume benötigen.