Murrey-Mathematik beim Devisen-Trading


Bei Aktien bildet man vier Trading-Zonen, je nach den Bewegungen der Aktie von 0 bis 12,5; 0 bis 6,25; 0 bis 3,12; 0 bis 1,625. Die Werte sind im Anhang. Steht eine Aktie etwa bei 9,50$, dann würde man bei einer sehr engen Range die Hälfte zwischen 12,5 und 6,26 als Null-Linie nehmen, bei einer größeren 6,25 als Null-Linie. In seltenen Fällen, wenn die Aktie in der Vergangenheit extrem gelaufen ist, könnte man auch den gesamten Bereich von 0 bis 12,5 nehmen, ohnehin ist es sinnvoll, jeden Wert mindestens in zwei Oktaven zu betrachten, häufig sogar in drei. Genauere Regeln zur Vorgehensweise sind in den erwähnten Büchern vorhanden. Bei Devisen geht man im Prinzip genauso vor, auch wenn es sich um sehr kleine Werte handelt nach dem Komma.

Ein Euro-Wert etwa von 1,2451 gegenüber dem Dollar wird nicht zu 12451 gemacht, dies würde falsche Ergebnisse liefern. Vielmehr gilt auch hier die Oktave von 100, geteilt durch 8 ergibt 12,5; dies geteilt durch 8 ist 1,5625. Der Euro würde sich also innerhalb der Oktave befinden zwischen 0 und 1,5625. Die Unter-Oktave erhält man, wenn man diesen Wert wiederum durch 8 teilt, nämlich 0,1953125. Die Hälfte des Trading-Raums, also 4/8, wäre 0,7812; dies ist für die Null-Linie noch zu weit entfernt. 1/8 höher, also +0,1953125 ergäbe 0,9766 was einerseits ebenso noch zu weit entfernt ist, andererseits eine 5/8-Linie, die nicht zur Null-Linie gemacht werden darf (die Gründe ergeben sich aus den Eigenschaften der einzelnen Linien, siehe dort).

Man würde also die 6/8-Linie nehmen, also noch ein Achtel hinzuzählen und erhält 1,1719 als Grundlinie für diesen Chart. Dieser Wert wird als 0/8 gesetzt. 7/8 wären 1,3672; normalerweise müßte man dies als 8/8 auffassen, aber bei Devisen ist es meist nötig, die Range zu halbieren, da die Bewegungen nicht so scharf sind. Man würde also die Hälfte zwischen 6/8 und 7/8 als 8/8 setzen, nämlich 1,2695. 1/8 wäre dann die Hälfte von 0,1953125 nämlich 0,09766562, vgl. den Beispiel-Chart für Devisen. Eines der Hauptprobleme im Devisenhandel besteht darin, daß viele technische Verfahren, die etwa für Aktienindizes zur Verfügung stehen (vgl. etwa viele Verfahren des Marktpulses) im Forex-Handel nicht zur Verfügung stehen. Daher sind die Murrey-Linien für das Devisen-Trading besonders wichtig.