Preisvolatilität Handelssystem


Das Verfahren stammt von Derek Gipson. Während die Akademiker seit 40 Jahren lehren, daß die Volatilität zwar mean reverting ist und daher prognostiziert werden kann, der Preis jedoch nicht prognostiziert werden kann, weil keine direkte Verbindung zwischen Preis und Volatilität bestehe, ist es Gipson gelungen, eine solche Beziehung nachzuweisen. Allgemein geht Gipson bei seinen Untersuchungen so vor, daß er nach eingebauten Marktmustern sucht, die sich ständig wiederholen. Das Verfahren funktioniert bei Futures, Aktien und besonders gut bei Optionen. Man sucht einen starken Markt und tradet nur in Trendrichtung, für die Marktstärke wird der 14er-ADX genommen, der über 25 liegen muß, die Trendrichtung wird über +DI und -DI festgelegt.

Liegt dies vor, dann wartet man, bis das Verhältnis der historischen Volatilität von 6 Tagen unter 40% der von 100 Tagen fällt. Besser noch tiefer. Das Signal tritt jetzt auf, wenn der Markt nun beginnt, sich wieder in Richtung des Trends zu bewegen. In steigenden Märkten, wenn das Hoch des Signaltages herausgenommen wird. Der usprüngliche Stop-Loss sollte sehr eng sein, nahe dem Tief des Signaltages. Bei Futures wird man mit Trailing-Stops arbeiten oder die Hälfte der Position schließen und die Stops näher heranziehen, wenn die 6-Tage-historische Volatilität gleich hoch wird mit der von 100 Tagen. Bei Optionen kann man auch so vorgehen, daß man mit einem spezifischen Prozentsatz arbeitet zwischen 50 und 100%. Bei Aktien sollte er zwischen 5 und 10% liegen.