S&P Tick-System von Connors


Grundvoraussetzung ist, daß der S&P am Morgen einen Wendepunkt macht, wobei der Tick-Indikator entweder bei -350 liegt oder tiefer bzw. bei einem Top bei +350 oder höher, dann warten wir auf eine Divergenz. Gesucht werden hier Divergenzen zwischen den kumulativen Ticks und dem S&P-Future. Die Böden im Tickindikator müssen mindestens fünf Ticks auseinanderliegen bzw. die Tops. Hat sich eine Divergenz gebildet, so wartet man auf eine Bewegung von 100 Ticks im Tick-Indikator und steigt dann in die entsprechende Richtung im Future ein. Normalerweise hat der Future zu diesem Zeitpunkt erst gerade eine Widerstandslinie überwunden. Er funktioniert nur am Aktienmarkt für den S&P-Future. Das obige System sollte man nur dann anwenden, wenn der erste Boden oder erste Top im Tick-Indikator für die Divergenz am Vormittag stattfindet. Das Ganze funktioniert je besser, je größer die Volatilität ist. Die erfolgreichen Trades geraten praktisch unmittelbar in die Gewinnzone, man muß dann aber schnell einen Trailing-Stop setzen. Es gibt Trader, die nur von diesem System leben, man muß sich aber in Geduld fassen.

Variante

Auch wenn sich keine Divergenz ergibt, sollte man die Extrema, also die Hochs oder Tiefs in den Intraday-Tickwerten berücksichtigen. Man benutzt sie zur Vorbereitung des Tradens am folgenden Tag: ist der Markt steil gestiegen, und der Tick-Wert lag über 400, deutet dies daraufhin, daß sozusagen jeder gekauft hat. Dies läßt die Vermutung zu, daß am folgenden Tag keine Käufer mehr da sein werden. Wir bereiten uns also für den morgigen Tag vor, nach Abwarten der Morgenrallye zu shorten, das Umgekehrte läge vor, wenn am Vortag verkauft worden wäre, und der Tick-Indikator unter -400 gelegen hätte. Man kann das Ganze auch noch in größeren Zeitrahmen anwenden: man nimmt den Tick-Indikator auf Stundencharts und achtet hier darauf, daß im Zeitraum von ein bis zwei Tagen dreimal Werte jenseits von +/- 400 auftreten. Weiterhin kann man auf die Turtle Soup-Formation achten, wenn dies der Fall ist, die sich ergeben auf 5 oder 30-Minuten-Charts. Man darf dann nicht auf einen Boden oder Top reagieren, sondern muß auf den Test warten.

Tipp

Das System entstammt den frühen 1990ern. Man muß die jeweiligen Werte im Tick natürlich an die jeweilige Marktsituation anpassen, wie bei allen anderen Systemen auch.