Übersicht der zyklischen Indikatoren

Zyklische Indikatoren

In diesem Artikel werden verschiedene zyklische Indikatoren dargestellt. Spezielle Zyklen von speziellen Märkten finden Sie in unseren anderen Artikeln, den allgemeinen Umgang und das Traden mit Zyklen wird in unseren zukünftigen Artikeln dargestellt.

Detrend als Indikator

Der Detrend wird normalerweise nur als Hilfsmittel benutzt für das Finden von Zyklen. Er ist jedoch auch ein eigenständiger Indikator. Aufgrund seiner ungewöhnlichen Bewegungsformen wird er jedoch meist nicht benutzt, dies ist ein Fehler, denn er gibt gute Divergenzsignale. Außerdem gibt er in Seitwärtsbewegungen meist schon frühzeitig die Richtung des Ausbruchs an. Häufig erreicht er schon in der ersten Phase einer Seitwärtsbewegung das Extrem, das der Ausbruchsrichtung entgegensteht und entwickelt sich im weiteren Verlauf in die spätere Ausbruchsrichtung.

Lomb Periodogramm

Dies ist nicht nur ein einfacher Overbought/Oversold-Indikator, da er sich von diesen durch zwei Merkmale unterscheidet. Zunächst einmal zeigt er an, in welchem Stadium des jeweiligen Zyklus man sich befindet, er hat also eine stark zyklusextrahierende Funktion. Noch wichtiger ist aber, daß er durch ein unter dem Oszillator befindliches Historgramm (das keine Umsetzung des Oszillators ist) die Wahrscheinlcihkeit mitteilt, daß er sich irrt. Ist das Histogramm hoch, dann sind die Signale, die er gibt, unsicher, d. h. er weiß im Grunde sozusagen nicht, in welchem Zyklusstadium man sich befindet. Ist das Histogramm dagegen niedrig bzw. gar nicht vorhanden, ist er sich seiner Sache sozusagen sicher. Diese Funktion ist sehr wichtig, da es die vielen Fehlsignale von Oszillatoren weitgehend eliminiert. Wie bei allen Indikatoren, ist es möglich, ihn sehr stark anzupassen und zu variieren. Der Oszillator ist im übrigen so kompliziert, daß er praktisch nur durch Computer berechenbar ist.

Der Pivot-Zyklus

Der Zyklus ist noch ungeprüft, er ist aber sehr interessant, da er einen völlig neuen Ansatz hat, sehr relevant auch für das Daytrading, da er versucht, eine Tagesprognose zu stellen. Ausgangspunkt ist die Unterteilung in Plus- und Minustage. Man sollte sich also zuvor mit der Berechnung der Pivot-Punkte vertraut machen. Ein Plustag ist dadurch gekennzeichnet, daß er oberhalb der Eröffnungsrange schließt und oberhalb der Pivot-Range, wobei die Pivot-Range zwischen beiden Werten liegen muß, also größer sein muß als die Eröffnungs-Range und kleiner als der Schlußpreis. Ein Minustag ist dadurch gekennzeichnet, daß er unterhalb der Eröffnungsrange schließt und unterhalb der Pivot-Range. Auch hier wird gefordert, daß die Pivot-Range, wie oben, zwischen beiden Werten liegt. Alle anderen Tage werden als neutral betrachtet.

Fisher will einen 30-Tage-Zyklus festgestellt haben und zwar in dem Sinne, daß das Verhalten des Trading-Tages vor 30 Tagen eine gewisse Prognose zuläßt für das heutige Verhalten. Wenn also vor 30 Trading-Tagen ein Plustag vorlag, besteht eine Wahrscheinlichkeit, daß sich auch heute ein Plustag einstellen wird. War er volatil, dann sollte er auch heute volatil sein, usw. Nehmen wir an, vor 30 Trading-Tagen war ein Plustag, dann sollte heute der Markt unterhalb der Pivot-Range eröffnen und im Verlauf des Tages durch sie hindurch nach oben steigen und oberhalb von ihr schließen. Eröffnet er z.B. schon oberhalb der Pivot-Range, kann eine Wiederholung nicht mehr auftreten, denn es ist für eine Plustag gefordert, daß die Eröffnung kleiner sein muß als die Pivot-Range und diese kleiner als der Schlußpreis.