VIX Reversal System


In Connors erstem Buch zusammen mit Blake Hayward wurde der VIX besprochen, also der Volatility-Index. Die kurzfristigen Tops wurden bei 11% gesetzt und die kurzfristigen Böden bei über 15%, seitdem hat sich aber die durchschnittliche Trading-Range wesentlich erweitert. Im folgenden wird also versucht, den VIX so darzustellen, daß von absoluten Prozentwerten abgesehen wird. Der VIX ist ein Index, der sich auf die OEX-Index Optionen bezieht. Er wird als Kontraindikator benutzt. Seine Bedeutung hat in den letzten Jahren noch zugenommen aufgrund der Tatsache, daß die OEX Optionen noch eine größere Rolle spielen bei den Spekulanten.

Für Käufe gelten folgende Regeln: der VIX muß ein 15-Tages-Hoch machen und am gleichen Tag unter dem Open schließen. Dann kauft man am Close den S&P in den letzten Minuten des Tradings, die Position wird zwischen einem und drei Tagen gehalten. Auf diese Weise wird eben das Ganze dynamisiert und an die tatsächlichen Bewegungen angepasst. Außerdem wird auf eine Marktreaktion gewartet, hier also auf ein Reversal-Intraday beim VIX.

Man sollte jedoch dies nicht als mechanisches System ansetzen, eher qualitativ für die Identifizierung der kurzfristigen Marktwenden. Hierfür kann man auch, wenn man mehr haben will, die Zahl der Tage für die Highs und Lows verringern, man muß dann natürlich andere Indikatoren nehmen. Im übrigen funktioniert der Indikator am besten im Optionsmarkt. Man kann das System mit den folgenden beiden Varianten kombinieren und auf diese Weise äußerst zuverlässig Wendepunkte im Markt feststellen. Für sich allein genommen hat die dritte Variante die meisten Erfolgschancen beim Trading.

Variante 1

Man benutzt einen 5-Perioden-RSI bezogen auf den Close vom VIX. Ist er über 70, gilt der Markt als Oversold, unter 30 als Overbought, also umgekehrt, wie ein normaler Oszillator. Für die Kaufsignale wartet man bis bei einem Wert über 70 ein Down-Tick im RSI auftritt und kauft dann den Markt am Close. Die Trendlänge ist etwa fünf Tage, gelegentlich länger. Die Trefferquote ist bei Käufen höher.

Variante 2

Das System stammt von David Landry, es versucht das Mean-Reverting der Volatilität auszunutzen. Die Trefferquote ist hier außergewöhnlich hoch, besonders bei Long-Geschäften, etwa 80% (ohne Stop Loss gerechnet). Das Tief des VIX muß oberhalb seines 10-Tage-GD’s liegen und gleichzeitig am selben Tag muß der VIX mindestens 10% über diesem GD schließen. Deutet sich dies an, so kauft man den Markt am Close. Man verläßt den Markt, am besten am Close, wenn im Tagesverlauf der VIX auf diesen GD zurückfällt.