Volumen und periodische Veränderungen


Hier werden die Veränderungen zur Vorperiode betrachtet. Ein typisches Beispiel ist das On Balance Volumen, wobei unterschieden wird, ob der Schlusskurs höher oder tiefer liegt als der vorhergehende. Diese Idee kann man auch umdrehen und die Kurse addieren, je nachdem, ob das Volumen zur Vorperiode gestiegen oder gesunken ist. Diese Indikatoren haben sich jedoch nicht besonders bewährt, sondern werden daher hier nicht berücksichtigt. Beispiel wäre z.B. der negative bzw. positive Volumenindex von Paul Dysart.

Intraperiodische Struktur

Hier werden die Daten jeder einzelnen Periode für sich analysiert. Bei der Intraday-Intensity z.B. nach der Position des Schlusskurses innerhalb der Kursspanne, beim Accumulation/Distribution-Index das Hoch und Tief der Preisspanne, usw. Die Indikatoren dieses Typs werden häufig in der offenen Form dargestellt, siehe unten.

Mit Volumen gewichtete Indikatoren

Hier werden übliche Indikatoren benutzt, z.B. der MACD, und mit dem Volumen gewichtet. Auf diese Weise entsteht der VGMACD. Ein anderes Beispiel ist der Money-Flow-Index(MFI), der auf dem RSI beruht. Eine Sonderrolle spielt der Ansatz von Bill Williams, nämlich seine Variante des MFI. Da dieser einerseits nicht mit dem Volumen, sondern dem Tick-Volumen arbeitet, andererseits dies in Verbindung setzt zur Größe des jeweiligen Bars. Dieser Indikator ist nur für das Daytraden in sehr kurzen Zeitrahmen geeignet.

Offene und geschlossene Form des Volumens

Die meisten Börsenprogramme bieten automatisch die geschlossene Form eines Indikators an. Dieser ist dann in irgendeiner Form normalisiert oder in einen Oszillator umgewandelt, d.h. er schwankt zwischen einem bestimmten Extremkurs, z.B. zwischen 0 und 100% oder zwischen -100 und +100, usw., weil er nur über bestimmte Perioden berechnet wurde, in die Formel eine Division eingearbeitet wurde, o. ä. Grundsätzlich lassen sich aber alle Indikatoren auch offen darstellen, d.h. eben nicht normalisiert, sondern die einzelnen Werte werden kumuliert über die betrachtete Periode hinweg. Besonders üblich ist dies bei Volumenindikatoren und zwar besonders bei der intraperiodischen Struktur, da sich hier häufig schöne Trends ergeben, die den Trend im Kurs bestätigen und deren Bruch schon frühzeitig das Ende des Kurstrends ankündigt.

Volumen Oszillatoren

Man kann im Grunde die meisten Indikatoren auch auf das Volumen anwenden, statt auf den Kurs. Für längere Zeiträume z.B. kann man einen geglätteten ROC des Volumens nehmen, er bildet mehrere typische Formationen aus, z.B. einen V-Boden, wenn der Kurs ein Top bildet, wobei der Top meist wesentlich breiter ist, eventuell also auch ein Doppel-Top, usw. Noch besser funktionieren Volumen-Momenti aus zwei gleitenden Durchschnitten des Volumens. Typisch ist in beiden Fällen die Tendenz, dass bei größeren Tops im Preis der Volumenoszillator einen Boden macht.