Was haben eine Sonnenblume,die Milchstraße und Aktienkurse gemeinsam?

Die Antwort lautet:Ihre Anordnung und ihre Proportionen werden in allen drei Fällen von den Fibonacci-Zahlen beherrscht.Dies sind aber nicht die einzigen Beispiele, sondern,gleichgültig,ob wir den Mikro-oder den Makrokosmos betrachten,die Fibonacci-Zahlen kommen überall vor:In Temperaturschwankungen,Tierpopulationen, Devisenkursen,Sonnenstrahlungen,kurz,wohin immer wir in der Natur schauen,immer spielen die Fibonacci-Zahlen eine beherrschende Rolle.
Im folgenden werden die Fibonacci-Analysen für die Kurse gezeigt.Viele Verfahren jedoch sind ebenso geeignet für die Anwendung auf Indikatoren.Dies wird häufig übersehen und ist daher ein wichtiges Trading-Motiv,man kann z.B. die Retracements und die Projektionen anwenden.Auch im Daytrading-Bereich,z.B. neigt der Tick-Index zu Fibonacci-Retracements bei Wendepunkten,usw.
Die drei Irrtümer über Fibonacci
Joe Ross verbreitet in seinen Büchern über Fibonacci das folgende:

Die Gültigkeit der Fibonacci-Zahlen bei Kursen beruhe ausschließlich darauf, daß die Trader auf sie achten,es sei eine selbsterfüllende Prophezeiung.
Die Fibonacci-Zahlen seien für das Traden nicht geeignet,da beim Erreichen der Kurse eines Fibonacci-Retracement-Niveaus man nicht wisse,ob sie auf diesem oder einem anderen wenden würden.Man würde alos zu viele Verlustgeschäfte machen bis man zu einem Gewinntrade kommt.

Interessanterweise benutzt er dann selbst Fibonacci in seinem „Fibonacci-Umschlag“. Sehen wir aber einmal davon ab,so weisen diese Ausführungen die drei typischen Denkfehler auf,die die meisten Trader begehen und die dann dafür sorgen,daß sie nicht erfolgreich mit Fibonacci arbeiten können.

Die Fibonacci-Zahlen beherrschten die Kurse bereits lange,bevor dieser Umstand den Börsenteilnehmern bekannt wurde.Sie haben also mit der Kenntnis durch die Marktteilnehmer gar nichts zu tun.Es besteht also keineswegs die Frage,ob man sie ausnutzen kann oder nicht,sondern nur die Frage nach dem Wie.Dies ist gerade das wichtige bei den Fibonacci-Zahlen,sie sind eine allgemeine Naturkonstante und der Trader hat deshalb die einzigartige Chance mit etwas zu arbeiten,was sich offensichtlich nicht verändert in den Märkten,während alles andere sich wandelt.
Ross verwechselt Traden mit Prognose.Die Fibonacci-Retracements,auf die er sich bezieht,stellen eine Prognose dar,die sehr weit gefasst ist.Sie sagt lediglich,daß die Kurse auf einem Fibonacci-Niveau wenden werden und dies auch nur dann,wenn es sich um eine Korrektur handelt und um keine Trendwende.Ross sollte eigentlich bekannt sein,daß kein Fibonacci-Trader so tradet,wie er es annimmt.Viele Anfänger scheitern hier aber.Man darf natürlich beim Erreichen eines Fibonacci-Niveaus nicht blind in den Markt gehen,sondern dieses Niveau betrachten,wie jede andere Widerstands-oder Unterstützungslinie auch.Ob man dann in den Markt geht oder nicht,hängt vom Verhalten der Kurse ab und dem Zustand der Indikatoren,eben dem ganzen Instrumentarium der technischen Analyse.
Er identifiziert Fibonacci offensichtlich mit Fibonacci-Retracements.Diesen Fehler begeht die Mehrzahl der Trader.Die Fibonacci-Verhältnisse sind aber viel komplexer und beherschen die Kurse in einem viel feineren Sinn.Der wahre Wert der Fibonacci-Analyse zeigt sich erst,wenn man das Verhalten der Kurse durchgehend Fibonacci-analysiert.Der folgende Kurs wird Ihnen die Fähigkeit dazu vermitteln.

Fibonacci und Skalierung

Bei den meisten Verfahren empfiehlt es sich,nicht mit der üblichen halblogarithmischen Skalierung bei den Charts zu arbeiten,sondern diese auf arithemtische Skalierung umzustellen.Dies ist vor allem nötig bei jenen Verfahren,wo Preis und Zeit miteinander kombiniert werden,wie etwa bei Ellipse oder Spirale.Die Retracements und die Projektionen würden natürlich auch auf einer halblogarithmischen Skala funktionieren,weil sie reine Preisbeziehungen sind. Dennoch ist es einfach von der Optik besser,auch hier arithmetische Skalierungen zu benutzen,jedenfalls im Daytrading-Bereich,wo dies leicht durchführbar ist.
Leider bieten die herkömmlichen Software-Programme noch keine Möglichkeiten der vollständigen Nutzung de Fibonacci-Analysen,da das Zoomen,das sie bieten,nur sehr ungenau verläuft und aufgrund der benutzten veralteten Programmierplattformen keine wirklichke Proportionalität bietet.Daher sind gerade die komplexeren geometrischen Fibonacci-Verfahren in ihrer praktischen Anwendung stark behindert.Dies führt dann zu den üblichen Kommentaren der Trader,daß diese Verfahren manchmal funktionieren und manchmal nicht.Das übliche Vergrößern,also das Zoomen,führt zu einer Veränderung der Preis/Zeit-Ratio und damit eben zu einer Verzerrung der Charts.
Am besten geeignet ist noch die Software Wave59,wenngleich sie nicht alle Möglichkeiten der Fibonacci-Analyse ausschöpft.Wenn man die komplexeren Fibonacci-Techniiken dennoch verwenden will,muß man versuchen,sie rechnerisch zu korrigieren,was sehr aufwändig ist.Man könnte dann versuchen,z.B. über die Einstellungsfunktionen von TradeStation eine gewisse Annäherung an die tatsächlichen Verhältnisse zu erreichen,was aber eben nur ungenau möglich ist.
Im übrigen stellt sich dieses Problem nicht nur bei Fibonacci,sondern auch bei vielen Gann-Techniken, weiterhin auch bei den P&F-Charts,besonders die hier wichtige 45°-Linie bleibt beim Zoomen meist konstant,während sich die Lage,also die Preis/Zeit-Ratio der einzelnen Kästchen ändert,so daß falsche Ergebnisse zustandekommen.

Die Fibonacci-Zahlen

Bildet man eine Zahlenreihe so,daß die jeweils nächste Zahl sich aus der Summe der beiden vorangehenden ergibt,dann nähern sich die Verhältnisse innerhalb dieser Zahlen dem Goldenen Schnitt an.Der Goldene Schnitt teilt eine Strecke in zwei Teile von 0,618% und 0,382%.
Die Fibonacci-Zahlenreihe ist nun jene,die mit den kleinsten denkbaren Werten beginnt,nämlich 0 und 1.Dementsprechend ist die dritte Zahl dieser Reihe ebenfalls 1,da 0+1=1.Die vierte Zahl in der Reihe ist 2,da 1+1=2 usw.
Die Zahlenreihe lautet also:0,1,1,2,3,5,8,13,21,34,55,89,237,377,…,usw. Jede Zahl in dieser Reihe ist also die Summe ihrer beiden Vorgänger,z.B. ist 13=5+8.
Die Fibonacci-Zahlen stammen wahrscheinlich aus Arabien und wurden von einem Astrologen am Hofe Friedrich II.,Fibonacci da Pisa,in Europa bekanntge- macht.Dieser propagierte das Rechnen mit arabischen Zahlen und verfaßte ein Lehrbuch für Kaufleute.Die Fibonacci-Zahlen wurden schon im Mittelalter berühmt,besonders die Verhältnisse,da sie die mathmatische Grundlage des Goldenen Schnitts darstellten,der zuvor optisch gewonnen wurde.In der Neuzeit wuchs ihre Bedeutung noch als man erkannte,daß die Fibonacci-Verhältnisse und -Zahlen die wichtigste mathematische Grundlagen sind beim Aufbau der Materie.Sie spielen heute eine wichtige Rolle auch innerhalb der Physik und anderen Wissenschaften.

Die Lucas-Zahlen

Grundsätzlich verhält es sich so,daß jede Zahlenbreihe,die nach dem Prinzip der Fibonacci-Reihe sich aufbaut,letztlich in den Goldenen Schnitt mündet.Die Fibonacci-Reihe ist daher nur die wichtigste einer ganzen Reihe von mathematischen Reihen und zwar nur deshalb,weil sie mit 1 beginnt.Es hat sich nun gezeigt,daß auch die Lucas-Zahlen eine gewisse Rolle spielen.
Die Lucas-Reihe lautet: 1,3,4,7,11,18,29,47,123,199,usw.Während die Fibonacci-Zahlenreihe die kleinste Zahlenreihe aus der unendlichen Menge der möglichen Zahlenreihen ist,die sich nach dem Fibonacci-Schema aufbauen und zum Goldenen Schnitt führen,ist die Lucas-Reihe die zweitkleinste.
Verbindet man Lucas-und Fibonacci-Zahlen und bildet daraus Verhältnisse,so ergeben sich drei neue: 0,38; 0,72; 0,85.Man findet sie häufig bei starken Korrekturen.

Die Fibonacci-Verhältnisse
In der folgenden Tabelle sind links die Ratios eingeschrieben und rechts deren reziproker Wert.
1,000 = 1,000
1,272 = 0,786
1,4142 = 0,707
1,618 = 0,618
1,732 = 0,577
1,902 = 0,526
2,000 = 0,500
2,236 = 0,447
3,000 = 0,333
3,142 = 0,382
4,000 = 0,25
5,000 = 0,200

Für die Verhältnisse des Tradens sind vor allem fünf Ratios interessant: 0,618; 0,786; 1,0; 1,27; 1,618.Bei den Retracements findet man allerdings auch 0,5 und 0,382 recht häufig.
Es kann jedoch auch nützlich sein,zu beobachten,daß der Markt Vibrationen von 0,707 oder 1,414 zeigt,anstelle der oben erwähnten.Man muß dann immer nach Gründen suchen,warum der Markt nicht eine der 5 erwähnten typischen Reaktionen zeigt.
Besonders häufig treten die Verhältnisse 1,414 und 0,707 in bestimmten Formationen auf,wie z.B. der Kopf- Schulter-Formation zwischen Kopf und Schultern.
Besonders beim Daytraden findet man häufig auch die Verhältnisse von 1,27(besonders bei den Fibonacci-Projektionen),sowie 0,79.Letzteres ist die Wurzel aus 0,618.0,50 kommt fast ausschließlich einerseits bei größeren Bewegungen vor und andererseits im kleinen Zeitrahmen beim Daytraden, selten bei kurz-und mittelfristigen Bewegungen.Besonders wichtig ist es,auf jene Niveaus zu achten,wo sich verschiedene Fibonacci-Retracements und -Projektionen überschneiden,also verschiedene Verhältnisse von unterschiedlichen Bewegungen.
Aus diesen Zahlen lassen sich leicht weitere Verhältnisse bilden,z.B. wenn man die Wurzel aus den Verhältnissen nimmt,z.B. ist die Wurzel aus 1,618 = 1,28 und dieses Verhältnis wird häufig bei Zeitprojektionen verwendet.Wenn daher auf den folgenden Seiten Verhältnisse aufgeführt sind,die in der obigen Tabelle fehlen,dann handelt es sich um mathmatische Ableitungen aus den obigen Zahlen.
Es gibt noch verschiedene andere Möglichkeiten,Fibonacci-Verhältnisse abzuleiten.In diesem Zusammenhang muß auch darauf hingewiesen werden, daß streng genommen jeder Quotient aus Fibonacci-Zahlen ein Fibonacci-Verhältnis ist,wenn die Zahlen aufeinanderfolgen,auch wenn noch nicht die Ergebnisse sich an den Goldenen Schnitt angenähert haben,z.B. findet man den Quotienten aus den Fibonacci-Zahlen(66%) 2 und 3 häufiger beim Dollar. Eine weitere wichtige Zahl ist 2,236 die sich aus der Fibonacci-Spirale ergibt.
Sehr wichtig sind die Quadratzahlen der Fibonacci-Verhältnisse.Setzt man z.B. 1,618 zum Quadrat,so erhält man 2,617 eine Verhältniszahl,die sehr häufig im Dow vorkommt.Im übrigen kann man davon ausgehen,,daß,wenn ein Verhältnis funktioniert,häufig auch die Hälfte dieses Verhältnisses oder das Doppelte funktioniert.
Das Verhältnis von 0,707 findet man sehr häufig anstelle von 0,618.Während 0,618 als Goldener Schnitt bezeichnet wird,wurde 0,707 in früheren Jahrhunderten als Heiliger Schnitt bezeichnet.
Weiterhin sind die meisten Wurzeln aus der Fibonacci-Reihe wichtig, besonders die Wurzel aus 3(1,732),dieses Verhältnis entspricht auch der Diagonale in einem Kubus,sowie die Wurzel aus 5(2,236).Sie läßt sich auch geometrisch ableiten und ist darüberhinaus die Summe aus 1,618+0,618.Für die meisten Fibonacci-Verhältnisse,die sich aus Wurzeln ableiten,ist es typisch, daß,wenn sie einmal erscheinen,meist im Intradaybereich,sie sich mehrmals wiederholen,daher ist es wichtig,auf sie zu achten.Für den S&P z.B. wären hier zu nennen 0,786(Wurzel aus 0,618) und 1,27(Wurzel aus 1,618).Es kommt vor,daß der Aktienmarkt mehrere Tage lang auf 5-Minuten-Charts nur solche Retracements macht oder nur solche Projektionen.
Eine ganze Reihe von Verhältnissen leiten sich aus dreidimensionalen geometrischen Fibonacci-Formen ab,genannt wurden bereits Wurzel 5 und Wurzel 3.Dies trifft auch auf andere Wurzeln der Fibonacci-Reihe zu.Andere geometrische Ableitungen sind 1,902.Dabei handelt es sich um die Diagonale des Goldenen Rechtecks(dieses ist ein Rechteck mit den Seitenlängen 1,618 und 1,0).
Die schon erwähnten Zahlen von 1,272 und 1,902 entstammen auch aus der Pyramiden-Analyse mit Fibonacci-Zahlen.Wichtig wäre hier auch 0,526 welches die Inversion zum letzten Verhältnis darstellt.Interessant ist auch die Goldene Spirale mit der Reihe 0,146; 0,186; 0,236; 0,3; 0,382; 0,486; 0,618; 0,786; 1,0; 1,272; 1,618; 2,058; 2,618; 3,33; 4,236; 5,39; 6,854; usw.
Das in der obigen Reihe vorhandene Verhältnis von 4,236 findet sich ziemlich häufig beim Endpunkt einer Bewegung,also bei einem wichtigeren Wendepunkt.

Die Wachstumskonstante 0,118

Die Fibonacci-Zahl 0,118 ist ein allgemeiner Vergrößerungsfaktor in vielen Naturvorgängen und -zyklen.Man kann also bei Preiszielen mit 0,118 multiplizieren.
Im übrigen verbindet diese Wachstumskonstante auch Fibonacci mit Gann.Das am häufigsten benutzte Fibonacci-Verhältnis 0,618 ergibt sich im übrigen auch aus der Addition der Fibonacci-Verhältnisse von 0,5 und 0,118.

Die Zahlen Pi und Phi
In der Fibonacci-Literatur findet man häufig die amerikanischen Begriffe Pi (3,14159) und Phi (1,618).Während also Phi den Goldenen Schnitt kennzeichnet,also aus der Fibonacci-Reihe abgeleitet ist,leitet sich Pi ab aus dem Erdumfang,es war die mystische Zahl von Platon.Die Wurzel daraus ist 1,272 was häufig in den Fibonacci-Verhältnissen,besonders den Projektionen vorkommt und auch das Verhältnis von 0,786 ist hier eine Ableitung davon.Weiterhin findet man im S&P häufig das Verhältnis von 2,33.Man findet sie häufig am Ende eines chaotischen Einbruchs nach oben oder unten.2,33 ist die Hälfte der Feigenbaum-Konstante von 4,669 abgerundet,entstammt also der Chaos-Theorie.
Fibonacci-Quadratzahlen

Allgemein kann man alle Fibonacci-Verhältnisse quadrieren und erhält weitere wichtige Werte.Die Quadratzahlen lassen sich auch noch in astronomischen Zusammenhängen nachweisen in ihrer Bedeutsamkeit und in anderen Bereichen der Physik.
Für die Börsen sind besonders die Quadratzahlen von 0,618 wichtig.Das Quadrat ergibt 0,3819.Die Reihe geht weiter mit 0,235; 0,185; 0,113; 0,0698.
Das Verhältnis von 0,618 wird auch als Major bezeichnet,weil es,ausgehend von 1,0 der größere Teil ist der Teilung nach dem Goldenen Schnitt.Der Minor wäre 0,382.Die Quadratzahlenreihe des Major spielt eine wichtige Rolle bei vielen Naturerscheinungen von der Astronomie bis hin zu molekularen Bewegungen.

Erste und zweite Generation der Fibonacci-Verhältnisse

Man kann aus den Fibonacci-Verhältnissen eine sogenannte zweite Generation ableiten.

Zum Beispiel ist der Abstand zwischen 0,236 und 0,382 bei der ersten Generation 0,146.Nimmt man von dieser Strecke den Minor(0,382),so erhält man 0,056.Addiert man diesen zu 0,236,so ergibt sich 0,292.Auf diese Weise erhält man eine zweite Anzahl von Fibonacci-Zahlen,diese sind weit in der Natur verbreitet,z.B. bei Pflanzen oder Insekten,aber auch bei der Sonne.Eine weitere Unterteilung nach dritter und vierter Generation kommt sehr selten vor und wird daher hier nicht durchgeführt.
Die Zahlenreihe der ersten Generation: 0,056; 0,09; 0,146; 0,236; 0,382; 0,5; 0,618; 0,764; 0,854; 0,91; 0,944; 0,966.
Die Zahlenreihe der zweiten Generation: 0,069; 0,111; 0,18; 0,292; 0,427; 0,545; 0,674; 0,798; 0,875; 0,923; 0,95.

Fibonacci-Wellen

Im Gegensatz zu den Elliot-Wellen arbeitet man bei der Fibonacci -Analyse immer nur mit einem dreiwelligen Muster,also einer Impulswelle nach oben oder unten,eine Korrekturwelle in Gegenrichtung,die dann wieder von der dritten Bewegung in die ursprüngliche Trendrichtung gefolgt wird.Dabei wird,anders als bei der Elliot-Theorie,nicht unterschieden ob es sich um eine übergeordnete Impulswelle oder eine übergeordnete Korrekturwelle handelt. Dies macht die Anwendung des Verfahrens wesentlich leichter und damit auch effektiver,da die Interpretationsschwierigkeiten der Elliot-Theorie entfallen.
Bei einer Reihe von Verfahren,wie den Fibonacci-Projektionen und den Fibonacci-Retracements,aber auch der Zeitanalyse,benötigt man eine Entscheidung darüber,wie groß die Bewegung mindestens sein muß,daß die Bewegung zur Berechnung benutzt wird bzw. der Wendepunkt benutzt wird bei der Zeitanalyse.Dies hängt natürlich auch vom eigenen Zeitrahmen,in dem man tradet,ab.
Bei Devisen sollte man auch auf 5-Minuten-Charts mindestens Bewegungen von 50 Punkten verlangen,besser 100.Arbeitet man in einem längeren Zeitrahmen,muß man diese Zahl natürlich erhöhen.
Außerdem sollte man beim Festlegen der Startwelle,also Welle 1 in der Terminologie von Elliot,vgl.HIER,das Konzept der Saatwelle anwenden.

Die Zeitrahmen bei Fibonacci

Die besten Ergebnisse erbringen Tagescharts.
Die Wochenkurse bringen teilweise gute Ergebnisse,besonders wenn ein starker Trend ist,teilweise aber sehr schlechte,völlig unbrauchbare,wenn es sich um eine längere Seitwärtsbewegung handelt.Dagegen funktionieren auf Tages-Charts die Fibonacci-Analysen auch in Seitwärtsbewegungen,wenngleich sie dort nicht immer Bewegungen anzeigen,die groß genug sind,um gehandelt zu werden.
Bei den meisten Märkten ist es möglich,im Zeitrahmen herunter zu gehen und auch in Stunden-Charts,manchmal sogar in 5-Minuten-Charts Fibonacci sinnvoll anzuwenden.Grundsätzlich nimmt aber die Trefferquote schon ab, wenn der Zeitrahmen verengt wird unterhalb des Tagesniveaus.

Ein Fibonacci-Trick
Die meisten Anfänger beginnen mit den Fibonacci-Retracements.Sie machen dann die etwas enttäuschende Erfahrung,daß sie zwar so ungefähr stimmen,aber selten exakt sind.Die gleiche Erfahrung hätten sie auch bei anderen Verfahren gemacht,wie den Projektionen.

Die Ursache für diese Erscheinung liegt darin,daß die Fibonacci-Analysen üblicherweise von den jeweiligen Extrempunkten aus ihren Anfang nehmen. Diese Extrempunkte jedoch kommen in der Regel dadurch zustande,daß die jeweils siegreiche Partei die Kurse noch weiter drückt über das „eigentliche“ Marktniveau hinaus.
Manche Autoren empfehlen deshalb,nicht von den Extrempunkten,sondern von den Schlußkursen des Extrembars auszugehen.Jedoch ist der Schlußkurs nicht unbedingt ein Gleichgewichtskurs des Marktes.
Die besten Ergebnisse findet man in vielen Märkten dadurch,daß man vom jeweiligen Extrempreis nach links geht und prüft,wo die Extrempunkte der Bars zuvor lagen,eventuell auch kurz danach.Gab es da ein Widerstands-oder Unterstützungsniveau,das nicht weit entfernt ist vom jeweiligen Hoch-oder Tiefpunkt,empfiehlt es sich,die Berechnungen von hier aus vorzunehmen.Man wird natürlich immer beide Verfahren anwenden,also sowohl das übliche vom Extrempunkt als das hier empfohlene und so eine Preiszone finden.
Dies gilt natürlich nicht,wenn der Extrembar ein Doppelbar war,also zwei Tage dieses Niveau erreichten oder ob es sich um ein Doppeltop oder einen Doppelboden handelt,in diesem Fall ist Extrempunkt selbst eine Widerstands-oder Unterstützungszone und eignet sich sehr gut für die Fibonacci-Analyse.
Eine dritte Möglichkeit besteht darin,Widerstands-und Unterstützungszonen zu nehmen in der Nähe des jeweiligen Extrempunktes,die auf andere Weise errechnet wurden,z.B. über Murrey oder Astrologie.

Fibonacci-Analyse und Stopps

Auch wenn der Markt exakt auf einem Fibonacci-Niveau endet,z.B. auf einem Retracement-Niveau oder dem einer Projektion,werden zumindest bei den Futures die Floor-Trader und die Locals den Markt noch um soviele Ticks darüber hinaustreiben,daß die große Masse der Anwender ausgestoppt wird.
Zusätzlich zur Anwendung des Fibonacci-Tricks empfiehlt es sich daher,einen bestimmten Betrag zu berechnen,der jeweils für jeden Markt unterschiedlich sein wird,um den die Kurse normalerweise das Niveau überschiessen werden. Gann nannte diesen Betrag „Lost Motion“.Im Laufe der Zeit verändert sich natürlich diese Lost Motion.Am besten geeignet,um sie festzustellen sind Doppelböden und Doppeltops,die in der Fibonacci-Terminologie einem Retracement von 1,0 entsprechen.
Allgemein sollte man das folgende Fibonacci-Niveau als Stopp nehmen oder das übernächste.Bei einem Retracement von 0,618 wäre z.B. 0,786 als Stopp angemessen,allerdings nur,wenn die Kursabstände nicht zu groß werden,denn gerade bei Fibonacci sollte man mit möglichst engen Stopps arbeiten,ähnlich wie bei den Murrey-Linien.Der Vorteil liegt gerade darin,daß man aufgrund der engen Stops ein sehr günstiges Gewinn-Verlust-Verhältnis erzielt,weil man schnell sieht,wann man falsch liegt.
Man kann natürlich gerade bei Fibonacci kaum allgemeine Regeln für Stopps geben,da man nie allein aufgrund einer Fibonacci-Analyse in den Markt gehen wird,sondern das Kursverhalten an diesen Niveaus mit Kerzencharts und anderen Indikatoren untersuchen wird.Da man aber auf diese Weise sehr sichere Trades erhält bei denen es sehr schnell klar wird,wenn man falsch liegt,empfiehlt es sich eben allgemein,die Stopps sehr,sehr eng zu setzen.

Zylisches Timing und Fibonacci
Fibonacci und das zyklische Timing ergänzen sich ideal.

Zunächst ist mit Hilfe der Zyklen,auch dann,wenn sich mehrere Zyklen überschneiden und gemeinsam einen Gipfel oder Boden bilden,ein exaktes Timing nicht möglich.Man kann allerdings ein bestimmtes Zeitfenster prognostizieren.Fällt in dieses Zeitfenster nun ein Wendepunkt nach Fibonacci,dann ist die Wahrscheinlichkeit,daß hier die Wende auftritt,natürlich schon sehr groß.Die Fibonacci-Analyse hilft hier also der zyklischen Analyse.
Umgekehrt vermag allerdings auch die zyklische Analyse der Fibonacci-Analyse zu helfen,denn erreichen die Kurse innerhalb eines zyklischen Zeitfensters ein Fibonacci-Niveau,sei es über ein Retracement,eine Projektion,usw.,so kann man mit großer Sicherheit hier eine Wende prognostizieren, also das Halten des Niveaus.

Fibonacci-Widerstands-und Unterstützungslinien
Über die Fibonacci-Analyse ist es möglich,sowohl Widerstands-als auch Unterstützungslinien abzuleiten,z.B. mit Hilfe der Projektionen und der Retracements.Die so gefundenen Linien behalten auch in der Zukunft ihre Bedeutung,man sollte sie also im Chart belassen.Jedoch ist zu beachten,daß,anders als bei anderen Widerstands-und Unterstützungslinien,diese hier immer ihre Natur behalten:Aus einer alten Unterstützungslinie wird also nie eine Widerstandslinie und umgekehrt.Es sei denn natürlich,das gefundene Fibonacci-Niveau läge auf einer Linie,die die Märkte selbst bereits zuvor als Widerstands-und Unterstützungslinie festgelegt hätten oder würden mit einer Murrey-Linie übereinstimmen oder einer Planetenlinie,usw.
Fibonacci-Retracements als Trendbestätigung
Endet eine Korrektur auf einem Fibonacci-Niveau,d.h. wird ein Fibonacci-Retracement gemacht,dann ist dies fast immer ein Zeichen,daß der Trend weitergeht.Wir befinden uns dann also auf der richtigen Marktseite.

Langfrist-Fibonacci-Analysen
Fibonacci wird normalerweise in kurzfristigem Rahmen eingesetzt,da Langfrist-Analysen wenig zum Trading-Erfolg beitragen.Will man dies aber tun,so ist zu berücksichtigen,daß sie bei einer ganzen Reihe von Märkten dann besser funktionieren,wenn man die Preise inflationsbereinigt,z.B. bei Aktienindizes.

Fibonacci-Verhältnisse zwischen den Impulswellen
Als Impulswellen bezeichnet man die Bewegungen innerhalb eines Trends,die in Trendrichtung laufen.Die Bewegungen dagegen werden als Korrekturwellen bezeichnet.Zwischen den einzelnen Wellen findet man meist Fibonacci-Verhältnisse,z. B. haben Impulswellen die Tendenz,beim Dollar häufig kleiner zu werden und zwar in einem konstanten Verhältnis zur jeweils vorhergehenden Impulswelle.Aber natürlich stehen auch die einzelnen Wellen,also z.B. Korrektur-zu Impulswelle so gut wie immer in einem Fibonacci-Verhältnis zueinander.Die jeweiligen Korrekturwellen kann man als Retracements auffassen,die folgenden Impulswellen als Projektion und außerdem sollte man einen Blick auf die Elliot-Wellen-Theorie werfen.

Carolans Spiralkalender
Die Fibonacci-Zahlen und Verhältnisse kommen in den Kursen auf vielfältige Weise vor,ebenso wie in allen Dingen der Natur.Daher sind die Möglichkeiten der Analyse bei weitem nicht ausgeschöpft.Der Ansatz Carolans wird hier vorgestellt als eine der vielen Möglichkeiten der Weiterentwicklung.
Die Ableitung der Carolan-Zahlen
Carolan multipliziert die Wurzeln aus den Fibonacci-Zahlen mit 29,5; dies entspricht dem Mondumlauf.

Fibonacci Wurzel *29,5 =Carolan

1 1 29,5

2 1,41 41,8

3 1,73 51,1

5 2,24 66

8 2,83 83,5

13 3,61 106,5

21 4,58 135,3