Trading Strategien mit Momentum

Momentum und Beschleunigung

Der Trend wird durch das Momentum, also die Geschwindigkeit, festgelegt und man geht mit dem Trend in den Markt, sobald die Beschleunigung vom negativen ins positive wechselt und nimmt Gewinne mit, wenn sie wieder „0“ erreicht.

Das Momentum macht einen Wendepunkt und die Beschleunigung ist hoch

Dies ist ein typisches Trendwendesignal. Bei Trendwenden ist die Beschleunigung normalerweise hoch, aber erst, wenn das Momentum tatsächlich gewendet hat, kann man die Trendwende als bestätigt ansehen.

Das Momentum steigt, aber die Beschleunigung wird niemals hoch

Dies ist ein typisches Zeichen für Seitwärtsbewegungen und Schiebezonen. In diesem Fall wird man Oszillatoren für das Traden verwenden.

Das Momentum ist im Extrembereich und die Beschleunigung ist gegenläufig

Dies ist ein typisches Zeichen für V-Böden, also plötzliche Wenden. Man kann auf diese Weise Übertreibungen feststellen und überkaufte und überverkaufte Situationen ausnutzen. Für die erfolgreiche Umsetzung benötigt man aber noch andere Signale, aber ein scharfer Fall bei der Geschwindigkeit und ein starker Anstieg bei der Beschleunigung oder umgekehrt, ist immer ein wichtiges Signal, das sich eine gute Trading-Chance ergibt.

Das Momentum trendet und die Beschleunigung läuft in die andere Richtung

Man versucht hier in einen scharfen Trend einzusteigen und geht in die Richtung des Momentums, sobald die Beschleunigung die ersten Ermüdungszeichen zeigt, also sich zur Wende in Richtung des Momentums anschickt. Es handelt sich letztlich um eine Verschärfung der ersten Strategie.

Das Momentum ist fast Null, aber die Beschleunigung ist stark

Hier versucht man, möglichst frühzeitig in einen sich neu entwickelnden Trend hineinzukommen. In den meisten Fällen nämlich steigen die Kurse schon eher, bevor das Momentum richtig ansteigt. Diese Situation ist günstig, wenn es zuvor einen Selloff gegeben hat, also ein starkes Abfallen der Kurse bei hohem Volumen. Die Gefahr ist, daß man eine Seitwärtsbewegung erwischt, diese ist aber nach einem scharfen Abfallen nicht mehr sehr hoch.

Man geht gegen den Trend, wenn sowohl Beschleunigung als auch Geschwindigkeit sehr stark in dieselbe Richtung gegangen sind

Versuchte man mit der vorangegangenen Strategie, Ausverkäufe festzustellen, versucht man jetzt dasselbe bei Gipfeln. Bei Rohstoffen typischerweise nach einigen Limit-Tagen. Für diese Märkte ist die Strategie auch sehr gut geeignet, denn meist folgt darauf ein Kollaps. Die Grundidee besteht darin, daß beide Indikatoren nur dann zusammen stark sind, wenn die Preise fast senkrecht gehen. Man legt jetzt tiefere Verkaufs-Stops in den Markt, um vom folgenden Zusammenbruch zu profitieren, denn solche Phasen kann der Markt nicht längere Zeit durchhalten.